Mai 312012
 

“Aus einem schlechten Negativ wird nie ein gutes Bild!”

Hier die Ratschläge und Tipps die mich beim fotografieren wirklich weiter gebracht haben. Viele scheinen selbstverständlich zu sein aber zumindest ich habe sie oft nicht beherzigt oder einfach vernachlässigt. Gerade die Fotografie mit einer digitalen Kamera verführt zu der Einstellung, dass man Fehler beim fotografieren hinterher mit dem Bildbearbeitungsprogramm noch ausbügeln kann. Weit gefehlt! Einen schiefen Horizont kann man zwar relativ leicht ohne Qualitätsverlust gerade rücken aber wenn man ein Bild stark beschneiden muss weil man sich bei der Wahl des Bildausschnittes keine Mühe gegeben hat, verschenkt man ohne Not eine Menge Qualität. Auch eine falsche Belichtung kann man -falls sie bestimmte Grenzen nicht überschreitet- noch retten. Was aber mit der Bildbearbeitung überhaupt nicht mehr gut zu machen ist, sind unscharfe und verwackelte Bilder. Damit meine ich nicht nur die ganz offensichtlich unscharfen Aufnahmen sondern die, die auf den ersten Blick recht gut aussehen aber bei genaueren hinsehen nicht überzeugen. Hier haben mir die Tipps von Scott Kelby die Augen geöffnet. Und ich empfehle jedem sie einfach mal auszuprobieren.

Tipp Nr. 1 Maximale Schärfe

- Kamera auf ein Stativ
- Spiegelvorauslösung (auch Anti-Shock genannt ) auf mehrere Sekunden stellen
- Bildstabilisator (Verwacklungsschutz) aus schalten
- Sorgfältig scharfstellen. Wenn möglich mit Live-View und Vergrößerung
- Um 2 Blendenstufen abblenden
- Kamera entweder mit Fernauslöser oder mit Selbstauslöser auslösen

Das jetzt entstandene Bild wird Maßstab sein für alle Bilder die folgen und mit weniger Schärfe kann man sich nicht mehr zufrieden geben.

Mai 302012
 

Also Liebe auf den ersten Blick ist anders. Das Display ist wirklich nicht sehr gut und auch der Autofokus ist sehr behäbig. Trotz sehr guter Helligkeit hat das automatische Scharfstellen schon mal nicht geklappt. Hoffentlich ist das Ding nicht defekt. Hier also mal das erste Foto wie es aus der Kamera kam in Lightroom als jpg umgwandelt:

Das zweite Bild ist zumindest mal scharf und sieht auch ohne Bearbeitung brauchbar aus:

Jetzt das Ganze ein wenig bearbeitet, also gerade gerückt, Belichtung korrigiert, etwas Dynamik und die Objektivkorrektur angestellt:

Und das letzte Bild hat dann Hoffnung geweckt auf eine wunderbare Beziehung. Im Arbeitszimmer fotografiert, ISO 50, Blende 3,5 und 1/13 sec. aus der Hand, automatisch scharfgestellt:

Auch bei einem 1:1 Ausschnitt ist kein Korn zu sehen!

Entschuldigung für die dreckige Tasse! Wie geht es nun weiter? Ich könnte morgen natürlich eine Versuchsreihe starten und die Sigma DP2 mit dem Olympus Standardzoom 14-42 und dem Zuiko 28mm vergleichen. Aber solche Sachen bringen mich fotografisch ja nicht weiter. Ich weiß ja aus den Testberichten, dass die Bildqualität sehr gut ist. Vielleicht mach’ ich das mal just for fun an einem verregneten Tag. Besser ich gehe in die Stadt und fotografiere drauf los. Ich bin gespannt!

Mai 302012
 

Da ich natürlich nicht immer die DSLR mitschleppen möchte suchte ich noch eine etwas kompaktere Kamera die ich immer dabei haben kann. Wichtigstes Merkmal ist für mich die Bildqualität. Nach vielen gelesenen Tests und viel hin und her welches ich hier wirklich nicht wiedergeben möchte entschied ich mich für die Sigma DP2.

Aus den vielen Erfahrungs- und Testberichten kristallisierte sich heraus, dass es sich dabei um eine nicht einfach zu bedienende Kamera handelt, die es einem aber mit einer hervorragenden Bildqualität dankt, wenn man sich mit ihr auseinandersetzt. Und da ich mir sowieso vorgenommen habe, mich bewusster mit dem Motiv und der Bildgestaltung zu beschäftigen ist sie vielleicht keine schlechte Wahl. Dazu kommt noch, dass man diese Kamera die anfänglich ca. 600 Euro kostete nun gebraucht schon für um die 200 Euro bekommen kann. Tatsächlich habe ich ein Modell in der Bucht ersteigert und heute ist sie angekommen!

Als Erstes nun den Akku laden und die neue Firmware aufspielen. Dann werde ich die ersten Fotos machen und sie zusammen mit meinen Erfahrungen hier veröffentlichen.
Für alle Interessierten habe ich noch einen kurzen Artikel mit den technischen Daten und den Vor- und Nachteilen der Kamera geschrieben: Sigma Dp2 Vor- und Nachteile

Mai 292012
 

Auf folgendes Bild: Postkarte (ich traue mich wegen Copyright nicht das Bild selbst einzubinden) bin ich beim surfen gestoßen und dachte mir zuerst, dass dies bestimmt sehr schwer umzusetzen wäre. Aber zumindest eine “sinngemäße” Replik wollte ich schaffen. Ausgangsbild war das Foto einer Gerbera (fotografiert mit der 28mm Festbrennweite)

und ein kostenloser Hintergrund von der Webseite:

http://www.graphicmania.net/breathtaking-free-photoshop-textures/

Und das Ergebnis war nun das hier:

Natürlich nicht so gut wie das Original von Eva Antonucci aber doch nicht schlecht für den Anfang. Und so habe ich es gemacht:

Zuerst die Blume als unterste Ebene, dann die Struktur als neue Ebenen darüber legen und die Einstellung “Hartes Licht” wählen. Nun sind gleichzeitig beide Bilder zu sehen und können doch einzeln bearbeitet werden. Die Deckkraft der Strukturebene soweit veringern, dass die Blume deutlich zu sehen ist. Nun die Strukturebene nach Geschmack dunkler, kontrastreicher oder auch in einen anderen Farbton ändern. Die Blume ebenfalls nach Gusto bearbeiten (ich habe eine Bleach-out-Filter verwendet).
Jetzt den Radiergummie auswählen, sehr weich einstellen und die Deckkraft auf 20% reduzieren. Damit die Struktur an den Stellen löschen, an denen die Blume stärker durchscheinen soll. Nun alle Ebene auf eine reduzieren und eine neue Ebenenkopie herstellen. Jetzt kann man ein paar Filter ausprobieren:

Zuerst Kunstfilter “grobes Pastell” und dann die Deckkraft reduzierieren (Bei mir waren es ca. 60%)
Dann Strukturierungsfilter “Risse” anwenden und ebenfalls die Deckkraft nach eigenem Gemschmack reduzieren.

Nun eine neue Ebenen erstellen (wie das geht steht hier) und in dem Dialog “weiches Licht” wählen sowie “mit neutraler Farbe für den Modus Weiches Licht füllen (50%) Grau” anklicken. Mit einem großen, weichen Pinsel und schwarzer Farbe über die Ecken und die Ränder pinseln bis eine schöne Vignette entsteht.

Jetzt nur noch alle Ebene auf eine reduzieren, speichern, fertig!

Mai 292012
 

Als ich mir vor ein paar Jahren eine Olympus E-510 in der Bucht ersteigerte tat ich das eigentlich nur weil sie recht günstig zu haben war. Als ich mich dann mit ihr beschäftigte fand ich bald heraus, dass mittels Adapter die alten Zuiko OM Objektive daran verwendet werden konnten. Davon hatte ich 5 Stück im Keller liegen aus der Zeit als ich noch mit der Analogen OM-2 unterwegs war. Gott Sei Dank hatte ich sie nicht verkauft, denn in verschiedenen Internetforen werden diesen Objektiven hervorragende Abbildungsleistungen zugeschrieben. Alles was man benötigt ist ein Adapter den man sich ebenfalls in der Bucht kaufen kann. Beachten muss man allerdings:

Das Scharfstellen funktioniert nur manuell und ist auf Grund des etwas kleinen Suchers der E-510 nicht ganz einfach. Besorgt man sich allerdings einen Adapter mit AF-confirm zeigt ein grüner Punkt und ein Pieps an wenn scharf gestellt ist. Funktioniert recht gut und der Ausschuss reduziert sich erheblich.

Da der Bildsensor der E-510 nur etwa halb so groß wie ein Kleinbildfilm ist verdoppelt sich die Brennweite der analogen Objektiven. D.h. aus dem 28mm Weitwinkel wird ein 56mm Normalobjektiv, aus dem 50mm ein leichtes Tele, mit dem 100mm Objektiv hat man nun ein lichtstarkes (1:2,8!) Teleobjektiv mit 200mm Brennweite und das Zuiko 200mm mutiert zum 400mm Objektiv.